Synthetischer Kautschuk sorgt für mehr Sicherheit beim Sport

UnfallversicherungJoggen, um abzunehmen, Golfen zum Stressabbau oder Tauchen aus Abenteuerlust: Die Motivation für das persönliche Sportprogramm ist vielfältig. Doch egal welche Art von Sport, einig sind sich die meisten Sportler darin, dass ihr Sportgerät sicher und hochwertig sein soll. Dafür sorgt häufig ein vermeintlich unscheinbarer Werkstoff, der vor 100 Jahren in Deutschland erfunden wurde: synthetischer Kautschuk.

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Je nach Beanspruchung der richtige Kautschuk

Der elastische Alleskönner zeigt gerade bei hochbeanspruchten Materialien seine Wirkung. Zum Beispiel beim Laufschuh: Beim Joggen drücken Kräfte auf die Knochen und Gelenke, die zum Teil das dreifache des eigenen Körpergewichts betragen. „Um die Laufbewegung perfekt zu unterstützen und Fehlbelastungen zu vermeiden, werden bei hochwertigen Schuhen in der Mittelsohle verschiedene Ethylenvinylacetat-Kautschuke eingesetzt. Im Fersenbereich dämpfen sie den Schlag ab, sind aber im Bereich des Fußballens elastisch, damit Schwung beim Laufen wiederum gut übertragen werden kann“, erläutert Martin Mezger, Kautschukexperte beim größten Hersteller synthetischer Kautschuke Lanxess. Gemeinsam mit der Kölner Sporthochschule hat der Leverkusener Spezialchemie-Konzern eine Mehrkomponentensohle entwickelt, die derzeit für den Markt getestet wird. „Für den richtigen Grip beim Laufen kommt zudem Acrylnitrilkautschuk zum Einsatz. Dieser Typ macht die Laufsohle länger haltbar und ist optimal für Langstreckenläufer geeignet.“

Mehr als 100 Kautschuktypen

Beim Taucheranzug stellt Kautschuk seine dichtenden Eigenschaften unter Beweis. Der verwendete Chloroprenkautschuk ist nicht nur wasserundurchlässig und ozonbeständig, sondern auch hochelastisch, reiß- und abriebfest. Laut Mezger wird rund jeder zweite Taucheranzug aus dem Spezialkautschuk von Lanxess hergestellt. Insgesamt hat das Unternehmen mehr als 100 Kautschuktypen im Programm und bringt jährlich zahlreiche neue Patente und Produkte auf den Markt. Als der Thüringer Chemiker Fritz Hofmann 1909 das erste Verfahren zur Herstellung künstlichen Kautschuks erfand, konnte er den Erfolg seiner Erfindung kaum erahnen. Der künstliche Gummi hat sich seither zu einer unverzichtbaren Komponente in zahlreichen Anwendungen entwickelt – vom Sportschuh bis hin zu Fensterdichtungen und natürlich Autoreifen.

Quelle/Foto: djd/Lanxess